Woran erkennt man Naturkosmetik?

Es gibt unzählige Hersteller kosmetischer Produkte. Neben großen, bekannten Marken, gibt es auch immer mehr Handelsmarken sowie weitere neue, kleine Labels, die häufig versprechen alles besser zu machen. Für Verbraucher scheint es unmöglich den Überblick zu behalten. Besonders, wenn man auch noch Wert auf Produkte legt, die sehr natürlich sein sollen. Marketing-Slogans und Werbeversprechungen gaukeln hier nicht selten Natürlichkeit vor, wo sie gar nicht gegeben ist.

Wie soll man sich als Verbraucher aber nun informieren? Eine allgemeingültige Definition, was Naturkosmetik ist, gibt es vom Gesetzgeber nicht so richtig.

Obwohl es schon Anfang der 1990er Versuche des deutschen Gesundheitsministeriums gab, eine einheitliche Definition zu etablieren, blieb es jedoch bei einem Versuch. In Österreich wird der Begriff hingegen im Lebensmittelbuch definiert. In anderen Ländern Europas gibt es wieder andere Richtlinien. In den USA bekam der Verbraucher eine erste Hilfestellung schon in den 1970er Jahren mit dem CIR-Label (Cosmetic Ingredient Review) und im Jahr 1993 weitere Unterstützung durch die EWG-Kennzeichnung (Environmental Working Group). Diese Kennzeichnungen geben jedoch keine Aussage über die Natürlichkeit der Produkte. Sie garantieren lediglich Inhaltsstoffe, die nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand unschädlich sind; also keine Gefahr für den Verbraucher darstellt. Genauer sind hier schon die US-amerikanischen Label NPA Natural Standard der Natural Products Association und das NSF/ANSI 305-Siegel der Public Health and Safety Organization. Diese Zeichen bekommen nur Produkte die zu mind. 70%, bzw. fast ausschließlich aus natürlichen oder ökologischen Rohstoffen bestehen und helfen seit 2008, bzw. 2014 dem Verbraucher die richtige Wahl beim Einkaufen zu treffen.

Im Jahr 2000 legte auch der Europarat eine Definition vor, die aber ebenfalls nicht umgesetzt wurde. Erst 2016 wurde mit der ISO 16128 ein internationaler Standard eingeführt. Mit dieser Norm wird die Natürlichkeit der Inhaltsstoffe von Kosmetikprodukten definiert. Eine für den Verbraucher erkenntliche Definition und Kennzeichnung ist die ISO 16128 jedoch nicht, da es kein Label oder Ähnliches gibt, mit dem Produkte gekennzeichnet werden. Sie findet lediglich in der Industrie Anwendung.

Eine brauchbare Hilfestellung bieten hier Verbände und NGOs dem
Verbraucher. In Europa sind die bedeutendsten Verbände COSMOS und Natrue, die auch international eine hohe Reputation genießen. Während COSMOS von den nationalen Verbänden BDIH (Deutschland), Cosmebio (Frankreich), Ecocert (Frankreich), ICEA (Italien) und Soil Association (UK) ins Leben gerufen wurde, ist das Natrue Siegel eine Initiative von Naturkosmetik Herstellern. Neben den Gründungsmitgliedern Dr. Hauschka, Lavera, Weleda, Primavera und der Dalli Group sind Weltweit über 50 Hersteller Mitglied der Natrue – The International Natural and Organic Cosmetics Association.

Die COSMOS- und Natrue-Siegel können sowohl für fertige Produkte, als auch für Rohstoffe beantragt werden. Sie stellen einen natürlichen und nachhaltigen Ursprung der Inhaltsstoffe sicher und verbieten beide Tierversuche sowie genmanipulierte Rohstoffe.

Diese beiden Siegel geben eine sehr gute Orientierung für Verbraucher. Zusätzlich gibt es noch weitere Symbole, auf die man achten kann, da „natürlich“ nicht automatisch gleichzusetzen ist mit „biologisch und nachhaltig“ und Tierversuch freie Produkte nicht automatisch „vegan“ sind. Hier sollte der Verbraucher lieber noch mal genau hingucken.

Mit unseren natürlichen Cosphaderm® Produkten erfüllen wir die Voraussetzungen für den Status COSMOS-approved und sind mit den Natrue-Anforderungen konform. Nehmen Sie gerne jederzeit Kontakt mit uns auf und wir können Ihre individuellen Anforderungen besprechen.

Wir sind uns sicher, dass wir auch Ihre Ansprüche wie etwa an vegane, religiös vereinbare oder natürlich auch Tierversuch freie Produkte erfüllen können.